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Flaggen

Dass Holzfeuerwärme ja eine ganz andere Wärme als die der Heizung ist, wissen Ofenbesitzer. Aber ein Holzfeuer kann noch viel mehr als nur wärmen. Eine gemütliche Runde beim Lagerfeuer zum Beispiel schafft eine ganz eigene Atmosphäre und Gemütlichkeit. Aber mit einem Lagerfeuer kann man natürlich noch viel mehr machen als außen herumzusitzen und zu singen. Kochen zum Beispiel, etwas das man von Zeltlagern kennt. Oder Rauchzeichen versenden, wie es die alten Indianer gemacht haben. Heute werden Rauchzeichen aber eigentlich nur noch bei der Papstwahl eingesetzt. Sobald der neue Papst gewählt ist, steigt weißer Rauch aus einem Schornstein.

Die optische Form der Fernkommunikation besteht heute aber immer noch, vor allem bei der Schifffahrt. Mit Signalflaggen können Schiffe miteinander kommunizieren, auch wenn das Funksystem ausgefallen ist. Damit es zwischen Schiffen verschiedener Nationen keine Missverständnisse gibt, gibt es seit 1901 ein internationales Signalbuch. Dort sind die Bedeutungen der Signalflaggen festgelegt. Vor 1901 gab es zwar auch schon das Signalflaggen-Alphabet, das war aber meist geheim, da andere Nationen im Kriegsfall die Kommunikation zwischen zwei Schiffen nicht „mitsehen“ sollten. Deswegen konnte man international nicht kommunizieren.

Jede Signalflagge steht für einen Buchstaben oder eine Zahl. Außerdem haben viele von ihnen noch eine extra Bedeutung. Die Fahne, die für O (Oscar) steht bedeutet beispielsweise auch „Mann über Bord“. Die A (Alfa) Fahne symbolisiert „Ich habe Taucher unten, halten Sie Abstand zu mir bei langsamer Fahrt.“ Solche Flaggen sind wichtig, da man vielleicht nicht jedes Schiff in der Nähe anfunken kann und den Tauchern nichts passieren soll. Meistens benutzt man nur diese Phrasen um sich zu verständigen, da das Buchstabieren recht umständlich ist. Die Signalflaggen müssen gehisst werden und das geht nur mit maximal vier Fahnen gleichzeitig. Deswegen werden meist nur Eigennamen buchstabiert.

Eine andere Form des Signalflaggen-Alphabets ist das Winkeralphabet. Dabei bilden die verschiedenen Stellungen zweier Fahnen die verschiedenen Buchstaben. Diese Form der Kommunikation hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zum Funk nicht abgehört werden kann. Die Nachrichtenübermittlung dauert aber etwas länger. Die Navy und die Marine von Japan benutzen das Winkeralphabet aber immer noch als offizielles Kommunikationsmittel.

Die Signalflaggen und die Fahnen des Winkeralphabets sind immer noch wichtige Bestandteile der internationalen Kommunikation auf See. Denn wenn der Funk mal ausfällt, oder man der Sprache des Gegenüber nicht mächtig ist, die Flaggen werden dank des Signalbuchs überall verstanden.